Wir machen Eindrücke!
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Geschichte

Eng aufgereiht stehen zwei Häuser am Moika-Ufer:

Moika-Ufer 12, Wohnungsmuseum für Alexander Sergejewitsch Puschkin, ist der bekannteste literarische Salon von St. Petersburg. Hier verbrachte der berühmte russische Dichter seine letzten Tage.

Und Moika-Ufer 14, bekannt als „Puschtschin-Haus“. Dieses Haus gehörte der Familie von Iwan Iwanowitsch Puschtschin, der Schulkamerad von Puschkin war. Fast 100 Jahre war das Haus im Besitz von drei Generationen der Familie Puschtschin. Das Haus wurde 1810 vom Iwan Puschtschins Großvater, dem Admiral Peter Iwanowitsch Puschtschin gebaut. Er hatte eine brillante Karriere und einen mutigen Militärdienst hinter sich und verbrachte in diesem Haus seine letzten Tage. Nach dem Tod des Admirals übernahm dieses Haus sein Sohn Generalintendant Iwan Petrowitsch Puschtschin. Als letzter Hausbesitzer war der leibliche Bruder von Iwan Iwanowitsch Puschtschin – Michail Iwanowitsch Puschtschin.

Iwan Puschtschin und Alexander Puschkin lernten sich im Lyzeum kennen und waren später eng befreundet. Alexander Puschkin und sein Onkel wohnten nicht weit von hier, im Wirtshaus von Demut, dem sogenannten „Demutow Traktir“ (heutzutage das Haus am Moika-Ufer 40), deshalb verbrachten die Freunde viel Zeit miteinander, spazierten im Sommergarten, fuhren mit Beiboot zur Krestowski-Insel.

Sie lernten gemeinsam 6 Jahre im Lyzeum, danach kehrte Iwan Puschtschin in sein Haus zurück. Zu dieser Zeit wohnte Alexander Puschkin in Kolomna, aber besuchte öfters seinen Kameraden. Im Puschtschin-Haus wurde der zweite Jahrestag nach dem Lyzeumabschluss gefeiert, dabei waren Anton Delwig, Wilhelm Küchelbecker, Alexander Gortschakow, Pjotr Wjasemski…

Hier trafen sich die Mitglieder des geheimen Nordvereins (später wurde es zum dekabristischen Verein): N.M. Murawjow, S.P. Trubezkoi, N.I. Turgenew, K.F. Rylejew. In diesem Haus wurde Iwan Puschtschin am 16. Dezember 1825 wegen der Teilnahme am Aufstand der Dekabristen verhaftet. Er sollte hier nie wiederkehren…

Am Ende seines Lebens wohnte Alexander Puschkin nicht weit vom Haus seines Jugendfreunds, während Iwan Puschtschin ganz weit weg in sibirischer Verbannung war. Ein Jahr vor dem Tod mietete Alexander Puschkin eine Wohnung im Nachbarhaus von Gräfin S.G. Wolkonskaja, also direkt neben dem ehemaligen Wohnort von Puschtschin

Nach der Begnadigung durfte Iwan Puschtschin nach St. Petersburg nicht reisen. Seine letzten Tage verbrachte er bei einem seiner Freunde Denis Iwanowitsch Fonwisin (in Marjino nicht weit von der alten russischen Stadt Bronnitsy der Oblast Moskau).